ConWaste – Innovatives Bauschuttrecycling
Gründung eines Innovationsclusters zum Bauschuttrecycling

 

 

 

 

Die zunehmende Verknappung natürlicher Rohstoffe, die steigenden Anforderungen an den Klimaschutz sowie der wirtschaftliche und umweltschonende effiziente Einsatz von Energie erfordern auch in der gesamten Bauindustrie neues Denken und Handeln. Dabei gilt: Bauschutt ist der neue Rohstoff. Denn mit einem Aufkommen von jährlich mehr als 200 Mio. t bietet dieser Abfall eine enorme urbane Rohstoffquelle, die es zu nutzen gilt. So sollen mit bekannten und neuen Technologien diese Abfälle zu leistungsfähigen Rohstoffen für die Herstellung wirtschaftlich attraktiver Baustoffe und Bauprodukte mit umweltfreundlicher Energiebilanz und optimiertem Carbon Foot Print aufbereitet werden.

 

Innovatives Bauschuttrecycling muss jedoch nicht auf die Verwertung von Bauschutt begrenzt werden. Die kreative Wiederverwendung von gebrauchten Bauteilen, wie z. B. Fenster, Bauplatten etc. aus sogenanntem Baumischabfall, bietet neue richtungsweisende Möglichkeiten zur architektonisch anspruchsvollen Planung und Gestaltung von energieeffizienten modernen Gebäuden. 

 

Im Fokus des –  aus EU-Mitteln und Mitteln des Landes Hessen geförderten  –  neuen Kompetenzclusters ConWaste steht der gesamte Bereich des innovativen Recyclings: von der Bauschuttaufbereitung zu neuen Rohstoffen für innovative Bauprodukte bis zur kreativen Wiederverwendung von Bauteilen am Ende ihres planmäßigen Lebenszyklus – zum Schutz natürlicher Ressourcen sowie zur Entwicklung neuer ökologisch und gleichzeitig ökonomisch optimierter Bauweisen.

 

Mit der Entwicklung und Implementierung des Clusters soll in Hessen eine regionale und überregionale Zusammenarbeit zwischen Unternehmen, wirtschaftsnahen Einrichtungen und F&E-Institutionen aufgebaut werden. Für den zunehmendem Bedarf an Informationen und Technologien dient das Cluster als eine Präsentationsplattform und Forum für innovative Techniken, Produkte und Dienstleistungen zum Bauschuttrecycling.

 

Das Cluster soll ressortübergreifend die Kompetenzen und das Know-how der Netzwerkpartner präsentieren und bündeln sowie mögliche Recyclingkonzepte entwickeln. Somit werden durch die intensive Zusammenarbeit der Clusterpartner die vorhandenen Potentiale gestärkt und die Wettbewerbsfähigkeit der Region erhöht. 

 

Das Cluster möchte das Know-how zur effizienten Nutzung von Bauschutt und Baumischabfällen bereitstellen bzw. vermitteln und gleichzeitig Möglichkeiten der Wiederverwendung von Bauteilen bei der Gestaltung von Gebäuden aufzeigen. So können z. B. durch das Recycling des Bauschutts oder die Wiederverwendung einzelner Bauelemente natürliche Rohstoffressourcen und Deponieraum geschont sowie CO2-Emsissionen reduziert werden. Die Verwertung des Bauschutts und die Wiederverwendung der Bauteile leisten somit einen wesentlichen Beitrag zum nachhaltigen Schutz der Umwelt im Sinne des Kreislaufwirtschaftsgesetzes und des Klimaschutzes.